Buchrezension "Heeres Dienstvorschrift 12 von 1937"

Es gibt eine neue kleine Kostbarkeit aus dem

Wu-Wei-Verlag

Jeder, der sich mit Pferden, Reitsport und Reitweisen beschäftigt, hat schon von ihr gehört:

Der vielzitierten Heeres Dienstvorschrift 12 von 1937.

Unser Julchen hat sie gelesen und für Euch eine sehr informative Rezension geschrieben.
Jeder, der sich mit Pferden, Reitsport und Reitweisen beschäftigt, hat schon von ihr gehört:

Der vielzitierten Heeres Dienstvorschrift 12 von 1937.

Aber auch jeder, der sie sich mal genauer ansehen wollte, stieß auf ein Problem: Man bekommt kein Exemplar in die Finger. Ich selber habe mich durch unzählige Antiquariate gewühlt, sämtliche einschlägige Internetauktionshäuser abgeklappert, Bekannte gelöchert, Flohmärkte durchstöbert - alles ohne Erfolg.
Unser Horseteam-Mitglied gnoib hat ein solches Exemplar, wie er verkünden ließ. Nur, genau wie andere Menschen die ein Exemplar besitzen, hütet er es wie seinen Augapfel. Und außerdem wohnt er in den USA. Also auch keine Chance, mal eben auf einen Kaffee hinzufahren und in der H.DV.12 zu schmökern.

Aber diesem Problem ist nun der www.wu-wei-verlag.de nachgegangen und hat Abhilfe geschaffen.

Isabelle Sonntag und ihr Verlag haben die H.Dv.12 neu aufgelegt.
Die Neuauflage der Heeresdienstvorschrift von 1937 präsentiert sich als kleines, rotes Büchlein mit den Maßen 11,5 x 16,5 x 1 cm und ist somit wirklich handlich, um als täglicher Begleiter zu fungieren.
Sie ist die Anleitung zur Ausbildung von Remonten und Reitern, auf denen die heutige FN-Reitlehre beruht.

Aber wenn man in die H.Dv.12 hineintaucht, trifft man auf alte "neue" Bekannte, die gerade eine große Renaissance erfahren, wie z. B. die in den Kreisen der Anhänger der "klassischen Reitweisen" oder der "Schule der Légèrté" viel praktizierten Abkauübungen und Biegeübungen im Stand und an der Hand, die heute leider nötig gewordenen Mahnungen gegen die Überzäumung des Pferdes, wie sie Rolf Meyer oder Dr. Heuschmann immer wieder fordern.

Auch vielen Problemen, mit denen Reiter in jedem Zeitalter sich gegenübersahen, nimmt sie sich an: ängstliche Pferde, scheuende Pferde, Sitzfehler des Reiters...
Und auch die Forderungen, junge Pferde und ebenso die Reiter langsam auszubilden, sie vielseitig auszubilden, sie nicht zu überfordern, einen Großteil der Ausbildung ins Gelände zu verlegen, finden sich in der H.Dv.12.

Und das ganze nicht nur in der Theorie schön beleuchtet, sondern sehr nah an der Praxis. Egal ob es die Ausrüstung und ihren Sitz, Übungen oder gar ganze Ausbildungspläne für Pferd und Reiter betrifft.

Dieses kleine Büchlein ist ein unabdingbares MUSS für jeden Pferdemenschen. Jeder Reitlehrer und Reiter heutiger Tage sollte es lesen.
Mehr noch: sollte es verinnerlichen! Sich unter das Kopfkissen legen, bis ihm der Inhalt nicht nur in Fleisch und Blut, sondern auch ins Herzen tief und unlöschbar eingedrungen ist!

Es ist im Reitsport alles schon dagewesen, man muß das Rad nicht neu erfinden.
Aber zum Wohle der Pferde muß man sich an das Rad erinnern und wie es aufgebaut ist, um es reibungslos am laufen zu halten.

Hier ein Auszug aus dem Inhalt:

Teil A
I. Allgemeines

Teil B Reitlehre
II. Sitz und Hilfen
III. Andiezügelstellen und Beizäumen
IV. Entwicklung der Gangarten
V. Übungen auf ebenem Hufschlag
VI. Bodenarbeit, Springen und Geländereiten
VII. Verhalten auf ungehorsamen Pferden
VIII. Bearbeitung des Pferdes ohne Reiter
IX. Bearbeiten von Pferden mit Gebäudefehlern
X. Besondere Übungen

Teil C Ausbildung der Pferde
XI. Dressur der Pferde im 1. und 2. Jahr

Teil D Ausbildung der Reiter
XII. Rekruten
XIII. Mannschaften im 2. Dienstjahr und Unteroffiziere
XIV. Offiziere

Teil E Sonderbestimmungen
XV. Einteilung der Reitabteilungen
XVI. Besichtigungen

Zu erhalten ist die Neuauflage der H.Dv.12 hier: http://www.wu-wei-verlag.com/neu/war...lfd=64&DIR=vor oder auch überall im Buchhandel.

Vielen Dank Frau Sonntag, daß Sie uns dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben, im Namen des gesamten Vereines Horseteam e.V.
Copyright Text: Julchen